Die funktionalen Eigenschaften von Schmuck

"Schmuck interessiert mich dagegen null. Er ist nur Dekoration.“
Diese Aussage stammt von Nina Christen, Chefdesignerin für Schuhe bei Bottega Veneta. Sie brachte uns zum Nachdenken. Hat Schmuck tatsächlich keine Funktionen?

Was hat den Schmuck?

In einem früheren Blog haben wir über die Faszination von Schmuck geschrieben und warum wir ihn tragen. Unser Fazit damals war, dass Schmuck für viele Menschen eine grosse Bedeutung hat und gleich drei Stufen der Maslowschen Bedürfnishierarchie abdeckt: Sozialbedürfnis, Anerkennung und Wertschätzung und Selbstverwirklichung. Alles schön und gut.

Nur, wo bleibt da die Funktionalität?

Ein Schmuckstück kommt uns sofort in den Sinn, das funktionaler nicht sein könnte: die Uhr. Wir tragen sie zum Ablesen der Zeit, und dadurch ist sie zentral für einen organisierten Tagesablauf.

Gibt es noch andere Beispiele von funktionalem Schmuck? Selbstverständlich! Blicken wir zurück in die Vergangenheit und betrachten den Schlüsselring aus der Römerzeit. Dazumal wurde ein kurzer Schlüssel direkt auf einem Ring befestigt und so zu einem Schmuckstück mit einer Funktion, nämlich Mittel zum Öffnen eines Tresors oder einer Schatulle. Auch heute können Schlüsselringe eigentliche Schmuckstücke sein, die helfen, unsere Schlüssel griffbereit zu halten. 

Heutige Schlüsselanhänger mit Symbolkraft

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Ein weiteres Beispiel ist der Siegelring. Wie sein Name erahnen lässt, war seine ursprüngliche Funktion das Versiegeln von Dokumenten. Heute wird er häufig als Zeichen für die Zusammengehörigkeit und die Identifikation mit der Herkunft getragen.

Eine weitere allgemeine Funktion von Schmuck ist die Steigerung des persönlichen Wohlbefindens. Viele Menschen glauben an die mystische Wirkung von bestimmten Symbolen oder Steinen wie Bergkristall, Rauchquarz und Rosenquarz und so weiter. Durch das Tragen eines solchen Amuletts in Form von Schmuck wird das beruhigende Gefühl vermittelt, dass Unheil abgewendet werden kann. Diese Schmuckstücke haben die Funktion eines Ankers, der die Person daran erinnert, wie und was in ihrem Leben zum erwünschten Ziel verhilft.

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Es gibt noch viele weitere Funktionen von Schmuck: beispielsweise die als materielle Notreserve oder die zur sexuellen Stimulation, welche Brustwarzen- und Intimpiercings auslösen.

Schmuck?

Aus unserer Sicht aber die wichtigste Funktion von Schmuck ist, dass er die Menschen einfach glücklich macht.

Also, liebe Nina Christen, Sie sehen, Schmuck ist durchaus mehr als Dekoration und hat die verschiedensten funktionalen Eigenschaften. Jetzt freuen wir uns auf ihre erste Schmuckkollektion, die hoffentlich so fantasievoll ist wie ihre Schuhdesigns und alle Schmuckliebhaberinnen und -liebhaber bereichern wird!

PS: Das ganze Interview mit Nina Christen finden Sie unter folgendem Link: https://www.annabelle.ch/stil/nina-christen-chefschuhdesignerin-bei-bottega-veneta-schuhe-sind-skulpturen/